Einblicke in den Studiengang
Ausrichtung des Studiums
Der Studiengang Angewandte Kommunikationswissenschaft vertieft Kenntnisse und aktuelle Perspektiven der Kommunikationswissenschaft. Wissenschaftlich fundiert und zugleich praxisnah lernen die Studierenden, komplexe Herausforderungen aus der Kommunikations- und Medienbranche zu identifizieren, kritisch zu analysieren sowie strategische Lösungsansätze zu entwickeln. Dabei spielen sowohl aktuelle Entwicklungen im Bereich der digitalen Medien als auch Fragen der Rezeption, gesellschaftlichen Verantwortung und Regulierung eine Rolle.
Verbindung von Theorie und Praxis
Wissenschaftliche Theorien und Erkenntnisse werden gezielt in Fragen und Herausforderungen der Praxis überführt. In Lehrveranstaltungen werden Fallstudien und Aufgabenstellungen bearbeitet, die an reale Kommunikationssituationen anschließen. Der direkte Austausch mit Expert*innen in Gastvorträgen oder bei Exkursionen bietet unmittelbare Einblicke in die Rahmenbedingungen und den Arbeitsalltag in der Kommunikationspraxis.
Eine beispielhafte Auswahl vergangener Vorträge und Exkursionen finden Sie hier.
Forschung und Methodenkompetenz
In wissenschaftlichen Projekten stärken die Studierenden die Methodenkompetenz und die Fähigkeit, eigenständig wissenschaftlich fundierte Lösungen zu entwickeln. Über die Themenwahl im Forschungsprojekt und in der Master-Thesis können sie dabei eigene Schwerpunkte setzen.
- Im Modul Forschungsprojekt haben Studierende den Einfluss von gendergerechter Sprache auf das Leseverhalten mittels Eye-Tracking untersucht. Einen Artikel über das Projekt finden Sie hier.
- Für das Modul Vertiefende Kommunikationswissenschaft erarbeiteten Studierende Forschungsdesigns für einen realen Call For Papers. Diese stellten sie als Poster vor. Hier sehen Sie zwei Beispiele:
Einblicke in die Module des ersten Semesters
Konzepte und Theorien der Public Relations
Ohne Theorien, Modelle, Konzepte keine wissenschaftlichen Projekte. Das Modul vermittelt Einblicke in einschlägige PR-eigene und theoretische Ansätze anderer Wissenschaftsbereiche wie Ökonomie, Soziologie, Psychologie oder Informatik zu kommunikations- und medienwissenschaftlichen Fragestellungen. Mit diesem Wissen können Forschungsprojekte breit und interdisziplinär angelegt werden.

Marketing und Markenführung
Im Modul „Marketing & Markenführung“ tauchen wir tief ein in Formen und Kanäle kommerzieller und Marktkommunikation, vom klassischen Marketing-Mix bis hin zu Online- oder Influencer-Marketing. Hinzu kommen Zielgruppen, Marktforschung und Positionierung. Im Bereich Markenführung lernen Sie die identitätsbasierte Markenführung, Branding, aber auch die rechtlichen Grundlagen des Markenrechts kennen. In zahlreichen Gastvorlesungen bieten zudem Expert:innen - darunter übrigens viele Alumnae der HAW Kiel - exklusive Einblicke in die Praxis.
Crossmediale Entwicklungen
Im Modul „Crossmediale Entwicklungen“ beschäftigen wir uns damit, wie Kommunikation heute über unterschiedliche Medien und Plattformen hinweg geplant, erzählt und wirkungsvoll verknüpft wird. Sie lernen zentrale Entwicklungen und Konzepte crossmedialer Kommunikation kennen und analysieren aktuelle Beispiele aus Journalismus, Unternehmenskommunikation und Marketing. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie aus verschiedenen Kanälen ein stimmiges Gesamtkonzept, überzeugendes Storytelling und eine konsistente Kampagne entstehen. Das Gelernte wenden Sie in eigenen crossmedialen Projekten praktisch an.
Vertiefende Kommunikationswissenschaft
Wissenschaft ist alles andere als langweilig! Im Modul „Vertiefende Kommunikationswissenschaft“ blicken wir hinter die Kulissen: Wir begleiten Forschung von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung. Weil die Vermittlung an die Öffentlichkeit heute entscheidender ist denn je, widmen wir uns danach den Herausforderungen von Wissenschaftskommunikation in der Praxis – inklusive persönlicher Insights von PR-Profis.
Einblicke in die Module des zweiten Semesters
Medienrezeption
Haben Sie sich schon dabei erwischt, wie Sie stundenlang bei einer Streamingserie hängen geblieben sind – oder die Zeit komplett vergessen haben, während Sie durch Ihren Instagram-Feed gescrollt haben? Was dabei passiert und warum es Ihnen nicht allein so geht, das sind Fragen, auf die wir im Modul „Medienrezeption“ Antworten aus verschiedenen Theorien und empirischen Befunden bekommen. Und wir nehmen diese Antworten auseinander – bis Sie sehen, welche Beobachtungen und Annahmen der Forschung dahinterstecken, bei der Rezeption wie bei der Wirkung. Dann verlieren Sie sich vielleicht auch weiterhin in spannenden Podcast-Reihen, aber Sie können dann auch erklären, warum das so ist – und welche Wirkung es hat, wenn nicht nur Sie, sondern Millionen andere am liebsten True Crime Podcasts hören.
Forschungsprojekt
Im Modul „Forschungsprojekt“ entwickeln Studierende eine kommunikationswissenschaftliche Fragestellung und bearbeiten diese von der Literaturrecherche bis zur Auswertung der Ergebnisse. Beispiele abgeschlossener Forschungsprojekte befassen sich mit der Rolle von Humor bei Nachhaltigkeitsclaims, der Wirkung von KI-Kennzeichnungen in der Wissenschaftskommunikation und der Wahrnehmung regionaler Meeresschutzkommunikation. Studierende vertiefen ihre Kenntnisse empirischer Methoden und lernen, ein eigenes Forschungsprojekt theoretisch zu fundieren, methodisch zu planen – etwa als Experiment und/oder Eye-Tracking-Studie – sowie die erhobenen Daten statistisch auszuwerten. Sie interpretieren die Ergebnisse kritisch und leiten daraus Schlussfolgerungen für die Kommunikationsforschung und -praxis ab.
Medien und Gesellschaft
Was als gesellschaftliche Wirklichkeit gilt, ist heute stärker umkämpft denn je. Journalismus, PR, Soziale Medien und zunehmend KI bestimmen mit, was sichtbar wird und welche Erklärungsansätze überzeugen.
Das Modul „Medien und Gesellschaft” schärft den Blick für diese Aushandlungsprozesse und die Machtverhältnisse dahinter. Die Studierenden lernen, konkurrierende Deutungen und wissenschaftliche Erklärungen präzise zu hinterfragen, um mit diesen kritischen Analysen eigene Forschung theoretisch zu fundieren und in der Kommunikationspraxis begründet zu entscheiden, welche Positionen sie in welchen Diskursen mit welchen Folgen vermitteln.
Medienethik und Media Governance
Informationen können Diktaturen stürzen, aber auch Demokratien vernichten. Die Regulierung der Medienfreiheit gehört daher zu einer zentralen gesellschaftspolitischen Herausforderung, deren vielfältige Facetten das Modul „Medienethik und Mediengovernance“ an zahlreichen historischen und aktuellen Beispielen beleuchtet. Welche Regeln brauchen die Medien damit ihr Einfluss in der Gesellschaft im Sinne der Gesellschaft wirkt? Nach der Vermittlung des Grundwissens hierzu in der ersten Hälfte des Semesters, werden diese Fragen im zweiten Teil mit Expertinnen und Experten aus der Praxis diskutiert und mit Referaten der Kursteilnehmenden ergänzt.
Eine tabellarische Übersicht des Curriculums finden Sie hier.
Berufliche Perspektiven
Der Studiengang bereitet auf leitende Funktionen in der Strategischen Kommunikation und im Kommunikationsmanagement vor. Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über Kompetenzen in Analyse, Strategie und Anwendung und sind dadurch sowohl für Tätigkeiten in Konzeption und Beratung als auch für forschungsnahe Aufgaben qualifiziert.
PR Beirat
Der Fachbereich Medien hat für die beiden Kommunikationsstudiengänge „Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation“ (BA) und „Angewandte Kommunikationswissenschaft“ (MA) einen Fachbeirat installiert, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Berufspraxis aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zusammensetzt. Alle Informationen zum Beirat stehen hier zur Verfügung.
Im Folgenden werden einige Mitglieder des Beirats vorgestellt:
PR-Beirat

Lisa Körtke
Senior Social Media Managerin, Gebrüder Heinemann
DAS BEGEISTERT MICH AN MEINEM BERUF ALS KOMMUNIKATORIN
Mich begeistert es, dass sich durch die sozialen Medien die kommunikativen Grenzen zwischen Unternehmen und ihren Zielgruppen verschoben und aufgebrochen haben. Als Kommunikator*innen ist diese Entwicklung Chance und Herausforderung zugleich – für mich überwiegt hier allerdings die Chance auf eine noch authentischere und plattformspezifischere
Kommunikation. Es ist einfach unglaublich spannend, wie schnell sich Plattformen und Funktionen ändern und wie man diese bestmöglich für sich und seine Kund*innen nutzen kann.

Jacqueline Dauster
Leiterin Interne Kommunikation, Techniker Krankenkasse
DAS BEGEISTERT MICH AN MEINEM BERUF ALS KOMMUNIKATORIN
Interne Kommunikation ist ein Erfolgsfaktor in Unternehmen. Je besser die Kommunikation läuft, umso besser gelingt die Zusammenarbeit untereinander und dies wirkt sich wiederum positiv auf Motivation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden aus. Hierauf einwirken zu können und Kommunikationsprozesse im Unternehmen mitzugestalten, ist eine sehr verantwortungsvolle und inspirierende Aufgabe. Mich reizen daran vor allem der große Gestaltungsspielraum, die starke interne Vernetzung und das direkte Feedback der Menschen in der TK. Insbesondere in Change-Prozessen kann ich mit meinem Team einen Mehrwert für Mitarbeitende, Führungskräfte und letztlich fürs Gesamtunternehmen leisten.

Max Niklas Gille
Associate Director, Rosenberg Strategic Communications
DAS BEGEISTERT MICH AN MEINEM BERUF ALS KOMMUNIKATOR
In den letzten Jahren wurden immer mehr deutlich, wie stark Kommunikation uns umgibt und prägt. Egal, ob in der Politik, Gesellschaft oder Wirtschaft: Ohne gute Kommunikation wird es immer schwieriger, erfolgreich zu sein. Das macht das Berufsfeld unglaublich spannend. Die technische Entwicklung und immer neue Formen der Kommunikation tun dabei ihr übriges. Konstanter Wandel, neue Möglichkeiten und gleichzeitig immer wieder die Erkenntnis, dass es auf die Basics ankommt, machen Kommunikation gleichermaßen zum Handwerk und Experimentierfeld.
Frequently Asked Questions (FAQ)
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen. Wenden Sie sich bei weiteren Fragen gerne an die Studiengangsleitung Prof. Dr. Ann-Kathrin Wenke.
- Für wen ist der Master Angewandte Kommunikationswissenschaft geeignet?
Der Master richtet sich insbesondere an Absolvent*innen kommunikations- und medienwissenschaftlicher Studiengänge, die ihre Kenntnisse wissenschaftlich vertiefen und sich zugleich auf anspruchsvolle Aufgaben in der Kommunikationspraxis vorbereiten möchten. Auch Absolvent*innen anderer Studiengänge können zugangsberechtigt sein, wenn sie ausreichende kommunikations- und medienwissenschaftliche Kompetenzen nachweisen. Alle Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.
- Welche Voraussetzungen muss ich für die Bewerbung erfüllen?
Voraussetzung ist grundsätzlich ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss mit mindestens der Note 2,0 in einem medien- bzw. kommunikationswissenschaftlichen Studium. Nachzuweisen sind mindestens 60 Leistungspunkte in einschlägigen kommunikations- beziehungsweise medienwissenschaftlichen Bereichen.
Zusätzlich sind Englischkenntnisse mindestens auf Niveau B2 erforderlich. Alle Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.
- Kann ich mich auch mit einem Bachelorabschluss mit 180 ECTS bewerben?
Ja. Bei weniger als 210, aber mindestens 180 Leistungspunkten können fehlende Kompetenzen beziehungsweise Leistungspunkte nachgeholt werden. Welche Leistungen erforderlich sind, legt der Prüfungsausschuss individuell fest. In der Regel sollen mit Bachelor und Master insgesamt 300 Leistungspunkte erreicht werden. Alle Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.
- Wie lange dauert das Studium und wie ist es aufgebaut?
Die Regelstudienzeit beträgt drei Semester mit insgesamt 90 Leistungspunkten. Die fachlichen Module und das Forschungsprojekt liegen im ersten und zweiten Semester. Das dritte Semester ist für Masterthesis und Kolloquium vorgesehen.
- Gibt es eine maximale Studiendauer?
Nein, eine maximale Studiendauer gibt es nicht.
- Was unterscheidet den Master von einem eher klassischen Kommunikations- oder PR-Master?
Der Studiengang verbindet strategische und angewandte Kommunikation mit kommunikationswissenschaftlicher Analyse, der kritischen Auseinandersetzung mit Medien und Gesellschaft sowie eigenständiger empirischer Forschung. Dazu gehören unter anderem PR-Theorien, Marketing und Markenführung, crossmediale Kommunikation, Medienrezeption, Medienethik, Media Governance und ein Forschungsprojekt.
- Welche beruflichen Perspektiven habe ich nach dem Master?
Der Master bereitet auf unterschiedliche Tätigkeiten in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Unternehmenskommunikation und verwandten Kommunikationsfeldern vor.
Die wissenschaftliche und methodische Qualifikation eröffnet darüber hinaus Tätigkeitsfelder in Analyse, Forschung und strategischer Beratung.
- Kann ich den Master gut mit einem Nebenjob verbinden?
Grundsätzlich ist es möglich, neben dem Studium zu arbeiten. Dabei sollte aber beachtet werden, dass der Studiengang als Vollzeit- und Präsenzstudium konzipiert ist und die aktive Teilnahme an Lehrveranstaltungen und einen damit verbundenen Arbeitsaufwand vorsieht.
- Wo finde ich die Studien- und Prüfungsordnung?
Die Studien- und Prüfungsordnung finden Sie hier.








