eine Frau lehnt sich an eine Fensterbank© J. Petersen
Prof. Dr. Melanie Groß eröffnet die Ringvorlesung.

Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit – Öffentliche Ringvorlesung an der HAW Kiel 

von Frauke Schäfer

Der Fachbereich Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik der HAW Kiel setzt seine Ringvorlesung zum Themenkomplex Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auch in diesem Semester fort. Die öffentlichen Vorlesungen finden mittwochs von 16.15 bis 17.45 Uhr in Präsenz an der Hochschule statt und werden per Zoom gestreamt. 

Die Auftaktveranstaltung am 16. September 2026 steht unter der Überschrift: „Wohin tendiert die Jugend? Zustimmung zu extrem rechten Positionen im Jugendalter“.

Die Bereitschaft junger Menschen rechten Aussagen zuzustimmen, ist in den vergangenen Jahren bundesweit und auch in Schleswig-Holstein tendenziell angestiegen. Prof. Dr. Melanie Groß (HAW Kiel) stellt entsprechende Daten vor und ordnet diese in die aktuelle gesellschaftliche Situation ein. Die Professorin für Erziehung und Bildung mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit geht der Frage nach, ob es tatsächlich einen Rechtsruck innerhalb der jungen Generation gibt oder ob vorliegende Daten auch andere Interpretationen zulassen.

Die Vorlesung am Mittwoch, 16. September 2026, von 16.15 bis 17.45 Uhr kann in Präsenz an der HAW Kiel, Sokratesplatz 6 (Großes Hörsaalgebäude (Hörsaal 8), 24149 Kiel) besucht werden. Für den Online-Stream können sich Interessierte per E-Mail unter ringvorlesung.sk@haw-kiel.de anmelden. Der Link wird rechtzeitig zugemailt. 

Rechte und antisemitische Bedrohungen und Angriffe im Blick

Am 30. September setzt Roman Kim vom Zentrum für Betroffene rechter Angriffe e. V. (ZEBRA) die Reihe fort. Er spricht über das Monitoring rechter und antisemitischer Bedrohungen und Angriffe in Schleswig-Holstein.

ZEBRA e.V. führt ein unabhängiges zivilgesellschaftliches Monitoring rechter Angriffe durch und dokumentiert antisemitische Vorfälle in Schleswig-Holstein. Das Monitoring rechter Angriffe erfasst konkrete Straftatbestände. Antisemitische Vorfälle dokumentiert ZEBRA auch, wenn diese nicht justiziabel sind, also nicht strafrechtlich verfolgt werden können. Roman Kim stellt die Auswertung des Jahres 2025 vor. Er beleuchtet Spezifika und Ausmaß rechter Angriffe und die Struktur antisemitischer Vorfälle in Schleswig-Holstein. 

Weitere Themen:

11.11. Lisa-Marie Graf: Menschenfeindlichkeit, Populismus und Demokratievertrauen unter Studierenden der Sozialen Arbeit. Zwischen professionellem Anspruch und gesellschaftlicher Diskursverschiebung.
18.11. Torsten Nagel, Regionale Beratungsteams gegen Rechtsextremismus SH: Beratung gegen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein
25.11. Bilal Yalçın, Projektleiter diyalog, Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V.: Türkischer Ultranationalismus in Deutschland - eine Einführung
9.12. Hannah Lohmann, MIA Schleswig-Holstein: Antiziganistische Diskriminierung. Monitoring-Ergebnisse der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) Schleswig-Holstein

 

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