Am kommenden Mittwoch, 27. Mai 2026, lädt der Fachbereich Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik der HAW Kiel zur Ringvorlesung zum Themenkomplex „Rechtsextremismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Soziale Arbeit“ ein. Prof. Dr. Fabian Lamp (Prodekan des Fachbereichs) spricht über „Männlichkeit(en) in Rechtspopulismus und Rechtsextremismus“.
Zum Inhalt
Weltweit erstarken national-völkische und neu-rechte Bewegungen und Parteien. Ihre Akteur*innen bedienen sich verschiedener z. T. rassifizierender Zuschreibungen ethnischer, kultureller, nationaler, geschlechtlicher oder religiöser Gruppenidentitäten. So forcieren sie eine Politik der Ausgrenzung und Abwertung der als „Andere“ markierten Gruppen. In Deutschland verkörpert vor allem die AfD diese Entwicklung, die auch mit einer Debatte über geschlechtliche Vielfalt und Männlichkeit verbunden ist. In ihr wird gefordert, „echte“ oder „wahre Männlichkeit“ wiederherzustellen. In seinem Vortrag erörtert Prof. Lamp die Frage, wie der zunehmende Erfolg von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus mit krisenhaft in Bewegung geratenen Männlichkeitsvorstellungen zusammenhängt.
Der Vortrag am Mittwoch, 27. Mai 2026 von 16.15 bis 17.45 Uhr findet im Hörsaal 8 des Großen Hörsaalgebäudes der HAW Kiel am Sokratesplatz 6, 24149 Kiel statt. Er wird außerdem via Zoom gestreamt. Interessierte können sich bei der Organisatorin der Ringvorlesung Prof. Dr. Melanie Groß (HAW Kiel) per E-Mail (ringvorlesung.sk(at)haw-kiel.de) anmelden. Der Link zum Stream wird rechtzeitig vor der Vorlesung versandt.
Zum Hintergrund
Der Begriff »Rechtsextremismus« suggeriert, dass rechtes und ressentimentgeladenes Denken und Handeln lediglich ein Phänomen an den gesellschaftlichen Rändern sei. Wie stark aber rechtes und menschenfeindliches Denken bereits tief in die gesellschaftlichen Diskurse eingedrungen ist, diskutieren Lehrende des Fachbereichs und Expert*innen anderer Hochschulen und aus der Praxis seit über zehn Jahren in der Ringvorlesung im Fachbereich Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik. Dabei gehen sie der Frage nach, welche Auswirkungen solche gesellschaftlichen Entwicklungen auf die Soziale Arbeit haben und welchen Auftrag die Soziale Arbeit in diesem Zusammenhang hat.

