eine Gruppe von Menschen steht im Foyer des Lerndock23 der HAW Kiel und hält eine Fahne mit der Aufschrift ifasol© J. Stehmann
Bei der Abschlusspräsentationen präsentierten die Studierenden der HAW Kiel der ifasol GmbH die Ergebnisse ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit.

Neue Impulse im Marketing: Praxisprojekte mit ifasol

von Trinity Thürmer | Prof. Dr. Julia Stehmann

Wie entwickelt man ein Marketingkonzept, das nicht nur in der Theorie überzeugt, sondern auch in der Praxis funktioniert? Welche Strategien sprechen Kundinnen und Kunden wirklich an? Und wie lassen sich kreative Ideen mit den Anforderungen eines realen Unternehmens verbinden? Im Wintersemester 2025/26 stellten sich Studierende des Fachbereichs Wirtschaft genau diesen Fragen: Gemeinsam mit der ifasol GmbH entwickelten sie praxisnahe Marketingkonzepte. Das familiengeführte Unternehmen mit Standorten in Kremperheide und Rostock ist auf hochwertigen Sicht- und Sonnenschutz spezialisiert und produziert maßgefertigte Lösungen für den Fachhandel in ganz Deutschland.

Die Projekte entstanden im Rahmen der Module Marketingprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Christopher Kühn sowie Marketingmethoden bei Prof. Dr. Julia Stehmann im Bereich der Marketing-Spezialisierung des BWL-Bachelors. Ziel war es, den Markenauftritt von ifasol zu stärken, neue Marktpotenziale zu erschließen und die Zufriedenheit der Fachhändler zu analysieren.

Corporate Identity und Customer Journey im Blick

Im Modul Marketingprojekt arbeiteten die Studierenden in mehreren Gruppen an zwei zentralen Themen. Ein Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung der Corporate Identity. Dabei entstanden Social-Media-Strategien für verschiedene Plattformen, während gleichzeitig Potenziale zur Optimierung im Bereich SEO und der digitalen Sichtbarkeit identifiziert wurden. Die Studierenden analysierten außerdem die Customer Journey und untersuchten, wie ifasol von Endverbraucher*innen wahrgenommen wird.

Der zweite Schwerpunkt lag auf der Entwicklung von Go-to-Market-Strategien. Hier wurden Wettbewerbsstrukturen analysiert und Konzepte erarbeitet, um die Marktpräsenz insbesondere in westlichen Bundesländern sowie in angrenzenden Märkten wie Dänemark auszubauen. Im Fokus standen hier vor allem die Erweiterung von Händlernetzwerken, der strategische Einsatz von Messen sowie zur Gewinnung neuer Vertriebspartner.

Parallel dazu untersuchten die Studierenden im Modul Marketingmethoden die Händlerzufriedenheit. Durch qualitative Interviews mit Fachhändlern konnten zentrale Treiber und Barrieren identifiziert werden. Darauf aufbauend entwickelten sie konkrete Handlungsempfehlungen, die darauf abzielen, die Zusammenarbeit nachhaltig zu verbessern und die Zufriedenheit der Handelspartner weiter zu steigern.

Besonders prägend war die enge Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. In wöchentlichen Meetings standen die Studierenden im kontinuierlichen Austausch mit ifasol, was eine praxisnahe und zielgerichtete Bearbeitung der Aufgaben ermöglichte. Eine Exkursion nach Kremperheide gab zudem direkte Einblicke in die Produktion. So konnten die Studierenden die Prozesse und Produkte des Unternehmens direkt vor Ort kennenlernen. Diese Erfahrung bildete eine wertvolle Grundlage für die weitere Projektarbeit.

Neue Perspektiven auf den Markenauftritt

Die Zusammenarbeit erfolgte insbesondere mit Fynn Engelbrecht-Greve aus der Marketing- und Vertriebsleitung von ifasol sowie Geschäftsführer Christian Fahl, die den Studierenden als zentrale Ansprechpartner zur Seite standen. „Die Zusammenarbeit mit den Studierenden hat uns großen Spaß gemacht und war aus Unternehmenssicht äußerst bereichernd. Die frischen und unvoreingenommenen Impulse haben uns neue Perspektiven auf unseren Markenauftritt eröffnet und zahlreiche Denkanstöße geliefert. Besonders wertvoll waren die fundierten Analysen und praxisnahen Handlungsempfehlungen, aus denen wir konkrete Ansätze für unsere weitere Entwicklung ableiten konnten“, berichtet Engelbrecht-Greve.

Auch die Studierenden empfanden das Projekt als besonders gewinnbringend. Trinity Thürmer erklärt: „Die Arbeit mit einem realen Unternehmen hat uns die Möglichkeit gegeben, unser theoretisches Wissen direkt anzuwenden und gleichzeitig Einblicke in echte Entscheidungsprozesse zu gewinnen. Besonders motivierend war es zu sehen, dass unsere Ideen tatsächlich relevant für die Praxis sind.“

© Fachhochschule Kiel