zwei Menschen schauen in eine Broschüre© N. Hanke

Eine Karte, viele Möglichkeiten: die European Student Card an der HAW Kiel

von Lisa Trzewik

Am 16. März wurde neben dem digitalen Studierendenausweis auch die European Student Card an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Kiel (HAW Kiel) eingeführt. Die Karte ist Teil des Erasmus+-Programmes und soll die Mobilität für alle Studierenden europäischer Hochschulen erleichtern. Hochschulen, die am Erasmus-Programm teilnehmen, sind verpflichtet, die European Student Card einzuführen. Allerdings befindet sich das Projekt noch in einer Anfangsphase: Bisher haben noch nicht alle europäischen Hochschulen die digitalen Voraussetzungen für die Karte geschaffen und auch die Funktionen der Karte werden momentan noch ausgebaut.

Die European Student Card speichert grundlegende Angaben zur Identifikation von Studierenden. Dazu gehört die European Student Identity Number, die ähnlich wie eine Matrikelnummer funktioniert. Zusätzlich sind auf der Karte der Name der studierenden Person sowie die Information hinterlegt, dass eine Einschreibung an einer Hochschule besteht. Die Karte steht allen Studierenden zur Verfügung, auch wenn sie nicht am Erasmus-Programm teilnehmen, und ist genau wie der digitale Studierendenausweis über die UniNow-App abrufbar.

Langfristig soll die Karte Studierenden den Zugang zu Angeboten im europäischen Ausland erleichtern. Dazu gehört etwa das Nutzen von Bibliotheken oder anderen Serviceleistungen an Hochschulen. „Die Idee ist, dass Studierende der HAW Kiel während eines Auslandssemesters zum Beispiel am Griffith College in Dublin die Bibliothek nutzen und dort ohne zusätzlichen Ausweis ein Buch ausleihen können“, so Nadine Hackmann, Leiterin des International Office. „Noch ist das Zukunftsmusik, der Grundstein dafür wird mit dem digitalen Ausweis gelegt.“ Die European Student Card könnte auch außerhalb des Hochschulkontextes genutzt werden, etwa um Studierendenrabatte bei Museumsbesuchen oder anderen kulturellen Angeboten zu erhalten.

Viele Abläufe rund um Auslandsaufenthalte sind im Erasmus-Programm bereits digitalisiert, etwa Bewerbungen oder Learning Agreements, und die Einführung der European Student Card soll diese Entwicklung weiter unterstützen. „Ich denke allerdings, dass es weiterhin auch wichtig ist, persönlich mit den Studierenden in Kontakt zu treten“, betont Hackmann. „Die Administration wird beim Erasmus-Programm bereits digital abgewickelt und es ist gut, dass wir keine Papierberge sammeln. Dennoch wird es weiterhin möglich sein, dass Studierende in die Sprechstunde kommen, um sich persönlich auszutauschen, Fragen direkt zu klären und individuelle Unterstützung zu erhalten.“

Weitere Informationen hier: The European Student Card - Erasmus+ (Engl.)

 

 

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