Die Tür zu Raum C03 -5.24 ist angelehnt, im Inneren riecht es nach frischem Kaffee. An den Wänden hängen Plakate vergangener Fachschaftspartys. An diesem Tag sitzt Lara Schulz, Mitglied der Fachschaft Soziale Arbeit, mit ihren Kolleg*innen Katarzyna Szlaska und Neels Hellmann hier zusammen, um sich zu besprechen. „Während des Semesters treffen wir uns hier jeden Dienstag“, erzählt Schulz. Was nach lockeren Gesprächen klingt, stellt sich beim Hinhören als gut organisierte Fachschaftsarbeit heraus. Denn hinter kostenlosem Kaffee und der offenen Türen steckt ein klarer Auftrag: Studierende unterstützen, vertreten und vernetzen.

„Wir sind da, wenn etwas schiefläuft“
„Unsere Aufgaben sind super vielfältig“, sagt Schulz. Um den Überblick zu behalten, hat die Fachschaft ihre Arbeit in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Sie erklärt: „Wir arbeiten in Kleingruppen, jede hat ihr eigenes Aufgabengebiet.“
Dazu gehört unter anderem die Organisation von Veranstaltungen. Jedes Jahr plant die Fachschaft zwei Partys: die Participation sowie die Mottoparty Alles ist gut, solange wir tanzen. „Da legen sogar einige der Professor*innen auf“, erzählt Hellmann und schmunzelt. Neben den Partys ist die Fachschaft auch bei anderen Veranstaltungen aktiv, zuletzt etwa beim Wintermarkt der in der Adventszeit auf dem Sokratesplatz stattfand. „Die Ersti-Wochen sind für uns ein Riesenevent“, ergänzt Szlaska. Campus-Rallye, Pub-Tour und die Stundenplanerstellung müssen vorbereitet und begleitet werden. Gerade die Stundenplanerstellung zeigt einen zentralen Teil ihrer Arbeit: Die Fachschaft ist oft erste Anlaufstelle für Studierende bei Fragen oder Problemen. „Viele kommen auch für den kostenlosen Kaffee“, erzählt Schulz, „aber wir sind auch da, wenn etwas schiefläuft.“ Häufig gehe es um Fragen zu anstehenden Klausuren oder Hausarbeiten, manchmal vermittle die Fachschaft aber auch zwischen Studierenden und Lehrenden.
Mitreden, mitgestalten, vertreten
Mit ihrer der Arbeit in der Fachschaft können Studierende wie Schulz, Szlaska und Hellmann zudem aktiv Einfluss auf die Gestaltung des Campuslebens nehmen. Hellmann steht dafür regelmäßig im Austausch mit dem Dekan des Fachbereichs. „Dort bringe ich Anliegen der Studierenden ein – wir besprechen und beraten gemeinsan“, erklärt er. Als Sprachrohr der Studierendenschaft setzt sich die Fachschaft für Wünsche, Kritik und Veränderungsvorschläge ein. Gleichzeitig übernimmt sie repräsentative Aufgaben, etwa bei Absolvent*innenfeiern oder anderen Hochschulveranstaltungen. „Besonders die Eröffnung des Lerndocks23 im Dezember 2025 war ein Highlight“, erinnert sich Schulz.
Warum sich Engagement lohnt
Szlaska denkt gern an die letzte Ersti-Woche. Immer wieder seien Studierende auf sie zugekommen und hätten sich bedankt – vor allem für die Möglichkeit, in der neuen Stadt schnell Anschluss zu finden. „Das ist ein so schönes Gefühl“, sagt sie: „Man merkt unmittelbar, dass man mit seiner Arbeit etwas Positives bewirkt.“
Hellmann schätzt den Zusammenhalt innerhalb der Fachschaft: „Ich habe hier so tolle Menschen kennengelernt“, erzählt er, „Wir sind ein bunter Haufen und hätten uns sonst vielleicht nie getroffen.“ Insgesamt engagieren sich 13 Studierende aus unterschiedlichen Semestern in der Fachschaft. Damit die Zusammenarbeit funktioniert, sei vor allem eines entscheidend: „Kommunikation ist das A und O“, betont Schulz. Wenn Studium, Fachschaftsarbeit und Privatleben einmal zu viel wird, habe das Team Verständnis. „Wichtig ist, offen darüber zu sprechen und Aufgaben neu zu verteilen“, sagt sie. Grundsätzlich lasse sich das Ehrenamt aber gut mit dem Studium vereinbaren, sind sich alle drei einig.
Lust, dich einzubringen?
Wer Lust hat, sich zu engagieren, kann sich im Mai zur Wahl aufstellen lassen und Teil der Fachschaft werden. Wer erst einmal reinschnuppern möchte, kann die Fachschaft auch als Helfer*in unterstützen – besonders während der Ersti-Wochen freut sich das Team über Unterstützung.
Der Fachschaftsraum befindet sich in C03 -5.24. Außerdem ist die Fachschaft Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik über Instagram, Facebook oder per E-Mail erreichbar.
