Dr.-Ing. Moritz Rumpf übernimmt die Professur für Digitale Architekturdarstellung und Entwerfen. Nach seinem Architekturstudium an der Universität Kassel absolvierte er seinen Master an der Städelschule Frankfurt am Main im Bereich Architecture and Performative Design (APD). Anschließend arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Tragwerksentwurf der Universität Kassel und promovierte dort. Bei seinen Tätigkeiten in Architekturbüros in Kassel und Berlin entwickelte er die Nutzung innovativer digitaler Entwurfs- und Fertigungsmethoden zu einem zentralen Schwerpunkt. Vor seiner Berufung an die HAW Kiel war er stellvertretender Projektleiter bei Buchkhardt Architektur in Berlin und verantwortlich für den Neubau zweier Hochschulgebäude der TU Nürnberg. Hochschulerfahrung sammelte während seiner Lehrtätigkeit an der Universität Kassel, der Städelschule Frankfurt und der FH Dortmund.
„Für die notwendige Wende hin zu einer ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltigen Kreislaufwirtschaft müssen wir beim Bauen konsequent auf den Bestand, wiederverwendbare Bauteile sowie natürliche und nachwachsende Materialien setzen“, so Moritz Rumpf. „Gleichzeitig bieten digitale Methoden neue Möglichkeiten, nachhaltiger zu planen und zu konstruieren. Diese Verbindung von Nachhaltigkeit und digitaler Transformation möchte ich in Forschung und Lehre an der HAW Kiel einbringen und Studierenden Raum geben, innovative Entwurfs- und Konstruktionsverfahren selbst zu erproben.“
Dr. phil. Benjamin Schwarz tritt die Professur für Digitale Medienproduktion mit Schwerpunkt zeitbasierte Medien an. Nach seinem Studium des Digital Media Design mit Schwerpunkt 3D und Animation in Berlin arbeitete er zehn Jahre in einer Agentur für Kommunikationsdesign und Webentwicklung. Parallel dazu war er Dozent für Time-based and Interactive Media. Schwarz absolvierte seinen Master im Interfacedesign, arbeitete an multimedialen und interaktiven Exponaten und engagierte sich in Forschungsprojekten in Kiel und Hamburg. Danach arbeitete er fünf Jahre in einer Hamburger Agentur für Industrie- und Produktdesign an prämierten Mensch-Maschine-Schnittstellen, die unter anderem mit dem Red Dot Design Award und dem German Brand Award Gold ausgezeichnet wurden. Sein weiterer Weg führte ihn an die Universität zu Lübeck, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Koordinator eines Projekts zur digitalen und nachhaltigen Transformation der Berufsschifffahrt tätig war. Parallel promovierte er an der Universität Vechta zu Designarbeit in transformativen wissenschaftlichen Projekten und wurde anschließend mit der Verwaltung einer Professur im Bereich Transformationsdesign an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig beauftragt.
„Mit ‚Mediated Futures‘ möchte ich Designforschung zur Rolle zeitbasierter und dynamischer Medien in den Transformationsprozessen unserer Zeit unmittelbar erfahrbar in die praxisorientierte Lehre integrieren, um damit nicht zuletzt auch mögliche spätere Promovierende anzulocken“, erklärt Benjamin Schwarz, der ein vielfältiges Netzwerk in Forschung, Entwicklung und Wirtschaft mitbringt.
Dr.-Ing. Tim Zinke tritt zum 1. September 2026 die Professur Baubetriebswirtschaft und Management von Bauprozessen an.Nach 28 Jahren an verschiedenen Stationen in Deutschland und den USA kehrt der gebürtige Kieler in seine Heimatstadt zurück. Er studierte Bauingenieurwesen und Wirtschaftsingenieurwesen in Braunschweig und promovierte am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zum Thema „Nachhaltigkeit im Infrastrukturbau“. Als Gründungsgesellschafter der aenergen GmbH setzte er sich mit Energie- und Ressourceneffizienz im Bauwesen auseinander. Nach zwölf Jahren in Karlsruhe wechselte er zu HOCHTIEF ViCon in Essen, wo er an der Umsetzung digitalisierter Planungs- und Bauprozesse mitwirkte.
„Ich war schon immer an der Schnittstelle zwischen technischen Fragestellungen, ökonomischen Berechnungen und Bauprozessen tätig“, sagt Tim Zinke. „In den zurückliegenden zehn Jahren kamen digitale Werkzeuge hinzu, die im Bauwesen vor allem als Building Information Modeling und Digitale Zwillinge Einzug fanden. Dies alles müssen Studierende des Bauingenieurwesens und der Architektur beherrschen, um Gebäude sowie Infrastrukturen zu planen, zu bauen und zu erhalten“, so der neue Professor weiter. „Ich möchte den Studierenden einen multifunktionalen Werkzeugkasten an die Hand geben, mit dem die anstehenden Aufgaben bewältigt werden können.“



