Ein Mann© C. Holm
Marco Hintz schätzt die Möglichkeiten, an der HAW Kiel seine vielfältigen Interessen zu vertiefen.

Breit aufgestellt zur Energiewende beitragen

von Joachim Kläschen

Dass er an einer Fachhochschule eine Ingenieurwissenschaft studieren wollte, war Marco Hintz schon klar, als er noch am RBZ in Itzehoe zur Schule ging. Die Entscheidung für die HAW Kiel fiel schließlich aufgrund des vielfältigen Angebots auf allen Ebenen. „Ich habe mich schließlich für Elektrotechnik entschieden, da es hier zahlreiche Module gab, die mich interessierten“, erinnert sich der heute 26-Jährige.

Das Zusammenspiel von Hintz‘ breit gefächerten Interessen und dem vielfältigen Angebot an der Hochschule machten es dem Studenten nicht immer leicht. „Ich habe im Bachelor versucht, in alle möglichen Schwerpunkte reinzuschauen und alles mitzunehmen, weil mich fast alles interessiert hat“, erzählt er. Schließlich kristallisierte sich jedoch ein Faible für die Embedded-Softwareentwicklung heraus – was jedoch nicht bedeutet, dass er sich fortan nicht mehr beispielsweise für die Schwerpunkte Hardwareentwicklung oder die Automatisierungstechnik begeistert.

Ein ideales Umfeld für seine Interessen fand er im Modul Battery Management and Diagnostics von Prof. Dr. Christoph Weber vom Fachbereich Informatik und Elektrotechnik der HAW Kiel. „Es ging weniger um die chemischen Aspekte, sondern um die Möglichkeiten, mit Hard- und Software den Zustand der Batterie analysieren und regeln zu können“, erinnert sich Hintz und fährt begeistert fort: „Das Ladeverhalten auf Gegebenheiten abzustimmen und so ein effizienteres Laden und Entladen zu gewährleisten und für eine längere Lebensdauer der Batterie zu sorgen, ist eine interessante und vor allem sinnvolle Aufgabe.“

Ein weiter Aspekt, der den Studenten bei der Programmierung solcher Batterie-Management-Systeme interessierte, war der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Mit dieser sei man in der Lage, den Lade- und den Lebenszustand der einzelnen Batteriezellen einer Batterie zu ermitteln und so wichtige Rückschlüsse über deren Güte zu ziehen. Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung der Batterie-Thematik hat das Land Schleswig-Holstein die Einrichtung eines entsprechenden Studienganges an der HAW Kiel initiiert. Unter der Leitung von Prof. Weber soll der englischsprachige Master-Studiengang Battery Technologies zum Wintersemester 2026/2027 starten.

Nach seinem Bachelor-Abschluss hat Marco Hintz das praxisbegleitende Masterstudium mit der Vertiefungsrichtung Kommunikationstechnik und Embedded Systems in Kooperation mit dem Ingenieurbüro Reese Techware GmbH aus Itzehoe begonnen. Es zeigt dem Studenten vor allem: „Ein duales Studium bedeutet mehr Disziplin, belohnt aber auch mit einem Verdienst und vor allem mit kontinuierlichen Einblicken in die Abläufe in der Wirtschaft. Die Einblicke in die angewandte Praxis im Unternehmensalltag, machen es mir leichter, die Inhalte im Studium zu erlernen.“

Obwohl die Master-Arbeit noch nicht abgegeben ist, weiß Hintz schon jetzt genau, dass sein Studium die richtige Entscheidung für ihn war: „Das Ineinandergreifen von Theorie und Praxis zeigt mir, dass ich etwas lerne, das tatsächlich anwendbar ist. Zudem kann vieles, das mir in meinem Studium begegnet, einen konstruktiven Beitrag zur Energiewende leisten.“ Er ist sich sicher, dass dieses Wissen über wichtige Technologien am Puls der Zeit ihm auch auf seinem zukünftigen beruflichen Weg helfen wird.

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