ZuPer
Altenpflege in der Migrationsgesellschaft: Zusammenhalt und Perspektiven guter (Zusammen-)Arbeit
Kurzbeschreibung
Das Verbundvorhaben „ZuPer – Zusammenhalt und Perspektiven guter (Zusammen-)Arbeit in der Altenpflege“ adressiert zentrale Herausforderungen einer diskriminierungsfreien und solidarischen Arbeitskultur in der Altenpflege. Ausgangspunkt ist der Fachkräftemangel, der bis 2049 Hunderttausende fehlender Stellen prognostiziert – insbesondere in ländlichen Regionen wie dem Landkreis Görlitz und dem Werra-Meißner-Kreis. Dort tragen migrantische Pflegekräfte erheblich zur Versorgung bei, erleben jedoch häufig Rassismus, mangelnde Mitbestimmung und Abwertung, was ihre langfristige Bindung gefährdet.
Das Projekt zielt darauf ab, diskriminierungsarme und mitbestimmte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Im Fokus steht die Zusammenarbeit in herkunftsdiversen Teams, deren Qualität durch Rassismuserfahrungen und strukturelle Machtasymmetrien beeinträchtigt wird. Der innovative Ansatz verbindet rassismuskritische Perspektiven mit der Stärkung betrieblicher Mitbestimmung. Besonderes Augenmerk liegt auf einem Ost-West-Vergleich zur Kontextsensibilität regionaler Herausforderungen. Partizipation wird über Co-Forschende aus den Pflegeteams ermöglicht, die aktiv an Forschung und Lösungsentwicklung beteiligt sind.
Ziel ist es, in enger Kooperation mit Pflegeeinrichtungen, Bildungsakteuren und zivilgesellschaftlichen Partnern nachhaltige Strategien zur Verbesserung der Arbeitskultur zu entwickeln. Der interaktive „GemeinsamSolidarisch-Wegweiser“ stellt zentrale Ergebnisse und praxisnahe Handlungsempfehlungen bereit. Das Projekt leistet so einen Beitrag zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts, zur Fachkräftesicherung und zur Entwicklung von Vorbildern für diskriminierungsfreie Organisationskulturen im Pflegesektor.
Fördermittelgeber*in
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Fördersumme
1,3 Mio. € (HAW Kiel + HS Landshut)
Partner
Verbundpartner:
Hochschule Landshut (Ansprechpartnerin: Prof.in Dr.in Monique Ritter)
Praxispartner:
Zwei Pflegeeinrichtungen in Sachsen (Landkreis Görlitz) und Hessen (Werra-Meißner-Kreis)
Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine-Lübke-Stiftung e.V (KDA), Berlin
Assoziierte Partner:
ver.di
Empowerment für Diversität (Charité Berlin)
Entwicklungsbüro Arbeit und Umwelt tamen
Werra-Meißner-Kreis
Prof.in Dr.in Nadine Jukschat (HSZG)
Prof.in Dr.in Gaby Lenz