Wie verändert Künstliche Intelligenz den Sportjournalismus? Welche Rolle spielen Social Media und digitale Technologien für Vereine, Athletinnen und Fans? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die 9. Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Mediensport und Sportkommunikation. Vom 23. bis 25. September bringt Prof. Dr. Holger Ihle Wissenschaftlerinnen und Praktiker*innen aus ganz Deutschland an der HAW Kiel zusammen. „Sport hat für Medien eine riesengroße Bedeutung – und umgekehrt haben Medien für den Sport eine riesengroße Bedeutung“, betont der Professor für Strategische Kommunikation und quantitative Methoden.
Neue Kommunikationsräume des Sports
Passend zum Tagungstitel „Von olympischen Arenen zu digitalen Venues – Kommunikationsräume des Sports“ beschäftigen sich die Teilnehmenden mit der Frage, wie neue Technologien und veränderte Mediennutzung die Sportkommunikation verändern. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl klassische Veranstaltungsorte wie Stadien als auch digitale Räume, in denen Sport erlebt und konsumiert wird. „Man kann zum Superbowl gehen, ohne zum Superbowl zu gehen“, beschreibt Ihle eines der Tagungsthemen. Gemeint sind sogenannte digitale Venues – stadionähnliche Erlebnisräume, die mithilfe großformatiger Projektionen ein immersives Sporterlebnis schaffen. Einen Einblick in diese Technik erhalten die Teilnehmenden im Mediendom der HAW Kiel.
Kiel als Bühne für Sportkommunikation
Als Austragungsort der Kieler Woche, Bewerberstadt für die Olympischen Segelwettbewerbe 2036 und Heimat der Marke Kiel.Sailing.City bietet Kiel beste Voraussetzungen für die Tagung. „In kaum einer Stadt ist Sport so sehr mit der Identität verbunden wie Kiel mit dem Segeln“, sagt Ihle. Diese enge Verbindung zwischen Stadt und Sport spiegelt sich auch im Programm wider. So gibt Johannes Hesse vom Kiel-Marketing Einblicke, wie der Segelsport das Stadtmarketing prägt und warum Kiel die einzige deutsche Stadt ist, die Sport im eigenen Markenclaim trägt. Außerdem wird die Kommunikationskampagne zur Kieler Olympiabewerbung vorgestellt, und in einem Podiumsgespräch diskutieren Vertreter*innen aus Segelsport, Sportkommunikation und der Kieler Woche über die mediale Sichtbarkeit des Segelsports.
Nachwuchs fördern, Wissen vernetzen
Bereits am Mittwoch startet die Tagung mit dem Early Career Workshop. Hier erhalten Nachwuchswissenschaftler*innen die Möglichkeit, ihre aktuellen Forschungsprojekte vorzustellen. Ziel sei es, junge Forschende zu vernetzen und den wissenschaftlichen Austausch zu fördern. „Für ein paar meiner Studierenden gibt es tatsächlich auch die Möglichkeit, an der Tagung teilzunehmen“, erzählt Ihle. Bei ausgewählten Vorträgen gewinnen sie Einblicke in aktuelle Forschung und Praxis der Sportkommunikation.
Ergänzt wird das Programm durch wissenschaftliche Vorträge, Keynotes und Podiumsdiskussionen zu aktuellen Entwicklungen der Sportkommunikation.
Wer selbst an der Tagung teilnehmen möchte, kann sich weiterhin anmelden. Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt es auf der Webseite der Tagung.
Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK)
Die DGPuK ist die größte wissenschaftliche Fachgesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft im deutschsprachigen Raum. Sie vernetzt Forschende aus Universitäten und Hochschulen und fördert den wissenschaftlichen Austausch. In verschiedenen Fachgruppen beschäftigt sie sich mit Themen von Journalismus über Medienpolitik bis hin zu Sportkommunikation.
