Potraitaufnahme von Prof. Dr.-Ing. Hendrik Vorhölter© L. Freese

Neuer Professor für Schiffstechnik an der HAW Kiel

von Frauke Schäfer

Hendrik Vorhölter hat am 1. Januar 2026 die Professur Schiffstechnik am Fachbereich Maschinenwesen der HAW Kiel übernommen.

Nach seinem Schiffbaustudium an der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) schloss Vorhölter 2010 seine Promotion zum Thema „Numerische Analyse des Nachstroms und der Propellereffektivität am manövrierenden Schiff" an der TUHH ab. Anschließend arbeitete er zunächst als Leiter Forschung und Entwicklung auf der J.J. Sietas Schiffswerft und später als Technischer Leiter bei der Mareval AG in Hamburg. Während seiner beruflichen Laufbahn wirkte er an Projekten für verschiedene Spezialschiffe wie Fähren, Offshore-Wind Jack-Up-Schiffe, Polarforschungsschiffe sowie feste Offshore-Plattformen und Offshore-Windparks mit. Zuletzt verantwortete er den Sonderschiffbau für den Bau des Fehmarn-Belt-Tunnels.

„In meiner beruflichen Laufbahn hatte ich das Glück, die große Bandbreite der maritimen Technik beim Bau von Spezialschiffen und Offshore-Windparks erleben zu können“, erklärt Prof. Vorhölter. „Dabei ist mir nicht nur deutlich geworden, wie spannend dieses Umfeld ist, sondern auch, wie wichtig eine fundierte Ausbildung von Ingenieur*innen ist. Ich möchte den Studierenden an der HAW Kiel gerne meine Begeisterung für unser Berufsumfeld sowie die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten für ihren Berufsstart mit auf den Weg geben."

Während seiner Hochschul- und Industrietätigkeit war Hendrik Vorhölter an unterschiedlichen Forschungsprojekten beteiligt. Dabei ging es unter anderem um Assistenzsysteme für Schiffsführungen oder Simulationswerkzeuge für Kranoperationen und Bergungsvorgänge. Seine Forschungstätigkeit möchte der Professor für Schiffstechnik in den Bereichen Sonderausrüstungen von Schiffen und Zuverlässigkeit von maritimen Systemen fortsetzen.

„Die maritime Technik befindet sich mitten in einem massiven Umbruch, der getrieben ist durch neue Antriebstechnologien und höhere Autonomieanforderungen an die Systeme“, erklärt Vorhölter. „Für Schiffe, die zum Teil über Wochen autark auf dem Meer unterwegs sind, wird die Frage der Zuverlässigkeit der neuen Technologien hierbei wesentlich sein."

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