Eine Gruppe Menschen© HAW Kiel
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In Glasgow Cybercrime besser verstehen

von Joachim Kläschen

Phishing-E-Mails, die zur Herausgabe sensibler Daten animieren sollen, oder Ransomware, die den Rechner verschlüsselt und zur Zahlung von Lösegeld auffordert, sind nur zwei Beispiele für Cybercrime. Um den Bedarf an Fachkräften im Land zu bedienen, bietet die HAW Kiel ab diesem Wintersemester den neuen Studiengang Cybersicherheit an. Ende August brach Studiengangsleiter Prof. Dr. Andreas Aßmuth mit neun an der Thematik interessierten Studierenden nach Glasgow auf, um an der 9th Strathclyde International Perspectives on Cybercrime Summer School teilzunehmen.

Die interdisziplinäre Cybercrime-Summer-School fand vom 24. bis 28. August 2026 an der University of Strathclyde statt. Als einer der Organisatoren warb Andreas Aßmuth unter seinen Studierenden für die Teilnahme: „Aus meiner Sicht stellt es für die Studierenden eine persönliche Bereicherung dar, im Ausland auf andere zu treffen und die Möglichkeit zu erhalten, sich auszutauschen. Es ist sehr wertvoll zu sehen, dass und wie bekannte Abläufe anderswo auch anders gehandhabt werden.“

Neben Vorträgen zu Themen wie Deepfakes und dem Schutz der Privatsphäre gaben die Sprecherinnen und Sprecher verschiedener Hochschulen auch Einblicke in Hacking-Communities und die Risiken, denen kritische Infrastrukturen ausgesetzt sind. Zusammen mit Richard Frank von der kanadischen Simon Fraser University leitete Prof. Aßmuth am zweiten Tag der Summer School einen Phishing-Workshop.

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Auch Exkursionen waren Teil der Agenda. So nahm die Delegation bereits vor Beginn der Tagung an einem Stadtrundgang teil, der sie unter anderem zur Necropolis, einem Friedhof aus viktorianischer Zeit, und in die Glasgow Distillery führte, die jährlich rund 440.000 Liter Whisky, Gin und Rum herstellt. Am ersten Tag der Summer School wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zudem zu einem Empfang der Stadt geladen, wo sie auf die stellvertretende Bürgermeisterin trafen.

„Die Summer School hat mir die Möglichkeit gegeben, mich eine Woche lang intensiv mit verschiedenen Aspekten von Cybercrime zu beschäftigen“, resümiert Florian Brüggmann, der im 5. Semester an der HAW Kiel studiert. „Neben den Vorträgen waren für mich vor allem die Gespräche mit Studierenden und Forschenden aus anderen Ländern interessant. Dabei habe ich viele neue Einblicke in das Themenfeld gewonnen, die für mich eine wertvolle Ergänzung zum Studium darstellen“, so der Informatik-Student weiter 

Auch Ariana Uhrich, die im 5. Semester Informatik studiert, zog eine positive Bilanz: „Die Summer School hat mir einen guten Einblick in die vielen verschiedenen Seiten von Cybercrime gegeben. Besonders gefallen haben mir die abwechslungsreichen Vorträge, die gute Organisation und die Möglichkeit, Glasgow kennenzulernen. Dabei habe ich gemerkt, dass ich das Thema zwar sehr spannend finde, aber noch nicht sicher bin, ob ich später in diesem Bereich arbeiten möchte. Trotzdem - oder gerade deshalb - bin ich für diese Erfahrung sehr dankbar.“

„Die Summer School bot den Studierenden eine seltene Gelegenheit, verschiedene Aspekte von Cybercrime aus internationaler und interdisziplinärer Perspektive zu betrachten und zu verstehen. Gleichzeitig war die Summer School eine sehr gute Möglichkeit, Akteure aus Wissenschaft und Praxis kennenzulernen“, so das Fazit von Professor Aßmuth.

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