Ein Mann© A. Diekötter
Achim Boll der neue Vorsitzende des wissenschaftlichen Personalrats.

Der große Bruder des wissenschaftlichen Personals

von Joachim Kläschen

Seit Juni 2026 ist Achim Boll der Vorsitzende des wissenschaftlichen Personalrats. Zu dieser Position kam er unverhofft. „Durch das Ausscheiden von Lars Wind, der diese Position über mehr als ein Jahrzehnt ausfüllte, bin ich als sein Stellvertreter nachgerückt“, erklärt Boll. Doch die Lehrkraft für besondere Aufgaben versteht sich nicht als Lückenbüßer. Er hat viel Freude an seiner Tätigkeit. So viel, dass er im kommenden Jahr bei den turnusmäßigen Wahlen für den Vorsitz kandidieren möchte, um weiter für die Interessen des wissenschaftlichen Personals der Hochschule einzutreten.

Boll kennt die Hochschule, die bereits seit 2012 seine berufliche Heimat ist. Am Fachbereich Maschinenwesen betreut er Labore für Regelungstechnik und E-Technik. Er hält Informatik-Vorlesungen. Doch über die Zeit wuchs der Wunsch, sich stärker einzubringen. „In Gesprächen hat mir Lars Wind die Arbeit des Personalrats nähergebracht. Seit 2019 bin ich Teil des Gremiums und sehr glücklich darüber. Es ist eine tolle Aufgabe, die mir nicht nur einen Blick hinter die Kulissen der Hochschule eröffnet – ich habe mich auch persönlich weiterentwickelt“, sagt Boll.

Seine Aufgaben als Vorsitzender sind vielfältig. Er ist beteiligt an Ausschreibungen und Personalentscheidungen. Er diskutiert mit dem Präsidium die Entwicklung der Hochschule. Er ist die Anlaufstelle für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn diese in ihrem Arbeitsalltag auf Probleme stoßen, die sie nicht alleine lösen können. „Der Personalrat ist der große Bruder“, lacht Boll. „Wir machen uns stark für die Interessen und Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem wissenschaftlichen Bereich.“

Dafür steht Boll in regelmäßigem Austausch mit dem Präsidium und anderen Gremien und Einrichtungen der Hochschule. „Es ist nicht nur spannend zu sehen, wie die Prozesse funktionieren. Es ist auch toll, anderen helfen zu können und ein Stück weit den Weg mitzubestimmen, den die Hochschule gehen soll“, erklärt Boll seine Begeisterung. Der Personalrat muss – so bestimmt es das Mitbestimmungsgesetz Schleswig-Holstein – an allen wichtigen Entscheidungen der Hochschule beteiligt werden – von Stellenausschreibungen bis hin zu Bauvorhaben.

„Man muss Lust haben, sich zu streiten“, erklärt Boll eine Voraussetzung für seine Arbeit. Doch streitlustig wirkt Boll nicht. Für ihn ist Streit ein konstruktiver Prozess; ein Austausch von Meinungen mit dem Ziel, einen für alle annehmbaren Kompromiss zu erzielen. „Wenn man dabei das Denken, die Motivation und die Ideen der anderen Seite besser versteht, ist schon viel gewonnen“, sagt Boll. „Dieses Einsehen und Annehmen anderer Perspektiven empfinde ich auch persönlich als eine große Bereicherung.“

Ein- oder zweimal im Monat kommt der Personalrat Wissenschaft zusammen und bespricht in kurzen Sitzungen aktuelle Anliegen. Auch wenn er als Vorsitzender den Großteil der Aufgaben übernimmt, hat jedes Mitglied des Personalrats die Gelegenheit, sich in Verfahren einzubringen, die ihm oder ihr am Herzen liegen. „Wir freuen uns über jeden und jede, der oder die sich an der Hochschule für andere stark machen möchte“, wirbt Boll um neue Mitglieder für den Personalrat.

Mit dem „Wir“ spricht er auch für Margit Wunderlich. Sie ist ebenfalls Vorsitzende des Personalrat aber kümmert sich um die Interessen des Personals aus Technik und Verwaltung. „Wir versuchen, jedem zu helfen, der sich an uns wendet“, fasst Boll die Mission zusammen. „Und wenn wir als Personalrat nicht helfen können, bemühen wir uns zumindest um die Vermittlung an eine Stelle, die dazu in der Lage ist. Denn jeder soll an der Hochschule Bedingungen vorfinden, die ihn in die Lage versetzen, gute Arbeit machen zu können.“

 

Kontakt für Interessierte

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich Wissenschaft können sich mit ihrem Anliegen persönlich, telefonisch oder per E-Mail an Achim Boll oder ein anderes Mitglied des Personalrats Wissenschaft wenden. Das gilt auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mehr über die Arbeit ihres Personalrats erfahren möchten und sich für ein Engagement interessieren. Ansprechpartner für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Technik und Verwaltung sind Margit Wunderlich und die übrigen Mitglieder des Personalrats Technik und Verwaltung.

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