Labor für Baustoffe und Bauwerksdiagnostik

Nach der Gründung des Institut für Bauwesens im Jahr 2018 wurde das Labor innerhalb nur weniger Jahre aufgebaut. Heute steht ein Labor mit modernster Prüftechnik zur Verfügung in dem Studierende die grundlegenden Baustoffprüfungen erlernen, bauwerksdiagnostische Prüfverfahren ausprobieren und experimentelle Untersuchungen im Rahmen von Abschlussarbeiten und Studierendenprojekten durchführen können. Des Weiteren bietet das Labor die Möglichkeit der Ausführung von Materialprüfungen und bauwerksdiagnostischen Untersuchungen für externe Auftraggeber*innen.

Das Labor ist an zwei Standorten untergebracht. Auf dem Campus befinden sich der baustofftechnologische Bereich sowie die bauwerksdiagnostische Prüftechnik in Gebäude C35. In Gebäude F9 am Seefischmarkt befindet sich eine kleinere Laborfläche für studentische Projekte (u.a. Betonkanu, Wahlmodule) sowie ein großes Lager.

Leitung

Prof. Dr.-Ing. Kenji Reichling

Baustoffprüferin

Yvonne Richter

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Tilman Sievers


Studentische Hilfskräfte

Moritz Quast
Ivan Renic

  • Baustofftechnologie
  • Baustoffprüfung
  • Bauwerksdiagnostik
  • Zerstörungsfreie Prüfungen
  • Bauwerkssensorik

Im Folgenden wird eine Auswahl an Leistungen aufgeführt, die wir in Ihrem Auftrag durchführen können. Die Auflistung ist nicht abschließend, sprechen Sie uns gerne an!

 

Mechanische Prüfungen

  • Druckprüfungen an Baustoffproben (z.B. Betonwürfeln, -zylindern, -bohrernen, Mauersteinen, Mauersteinfugenproben, Mörtelprismen, Holzproben)

  • Zug-, Biegezug und Spaltzugprüfungen an Baustoffproben (z.B. Betonstahl, Beton- oder Holzbalken)

  • Ermittlung mechanischer Kennwerte (z.B. Festigkeitskennwerte, E-Modul, Spannungs-Dehnungs-Verhalten)

 

Zerstörungsfreie (zfP) und -arme Prüfungen an Bauteilen

  • Normkonforme Abschätzung der Betondruckfestigkeit mittels Rückprallhammer (Schmidthammer) oder Ultraschall.

  • Normkonforme Ermittlung der Betondruckfestigkeit anhand von Bohrkernen (auch mit vorheriger zerstörungsfreier Detektion der Bewehrung).

  • Ermittlung der Mauerwerksdruckfestigkeit anhand von Mauerstein- und Lagerfugenproben.

  • Bewehrungsortung und Betondeckungsmessung mittels elektromagnetischen und Radar-Verfahren.

  • Detektion von metallischen Einbauteilen, Fehlstellen, Schichtgrenzen oder Bauteildicken mittels Radar, Ultraschall und Impakt-Echo.

  • Ermittlung von Beschichtungsdicken an Stahlbauteilen.

  • Untersuchung von Hohlräumen mittels Endoskopie (z.B. Korrosionszustand der Anker bei zweischaligem Mauerwerk).

  • Feuchtemessungen mittels Mikrowellen-, kapazitiven, elektrischen Messverfahren sowie mittels Darrmethode.

  • Ermittlung des elektrischen Betonwiderstands am Bauwerk und im Labor.

  • Lokalisierung von Bereichen mit erhöhter Korrosionsgefährdung bei chloridinduzierter Bewehrungskorrosion mittels Potenzialfeldmessung.

  • Chloridprobenentnahme, Erstellung von Chloridprofilen.

  • Bestimmung der Karbonatisierungstiefen in Beton.

  • Sensorik für dauerhaftigkeitsrelevante Messgrößen an Betonbauwerken (z.B. Überwachung des elektrischen Betonwiderstands, der Chlorideindringfront, der Korrosionsaktivität oder der Bauteiltemperatur).

  • Rissdokumentation und Rissbreitenmessung mittels Rissbreitenmaßstab, Risslupe, Rissmonitoring (auch rechnergestützte Dauerüberwachung) sowie Dokumentation und Bewertung von Rissbildern.

  • Aufnahme von Verschiebungen, relativen Bauteilbewegungen und Verformungen mit Wegaufnehmern.

  • Dehnungsmessungen mit Dehnungsmessstreifen zur messtechnischen Überwachung von Bauteilen.

  • Kombination zerstörungsfreier und zerstörender Prüfverfahren für umfassende Bauwerksuntersuchungen.

  • Zustandserfassung und Bewertung von Bauteilen hinsichtlich Dauerhaftigkeit und Schädigungszustand.

  • Komplexere Vorhaben (z.B. zu wasserstoffinduzierter Spannungsrisskorrosion, aufwendigere Sensorik) werden auch in Kooperation mit anderen Institutionen durchgeführt.

 

  • Hydraulische Universalprüfmaschine zur Ermittlung mechanischer Kennwerte an größeren Probekörpern, bestehend aus:
    • 1000 kN Prüfkolben für Zug- und Druckprüfungen
    • Hydraulische Spannbacken
    • Dehnungsmessung mittels Videoanalysesystem
    • Diverse Einbauten für unterschiedliche Prüfaufbauten
  • Hydraulische Prüfmaschine zur Ermittlung mechanischer Kennwerte an kleinen Baustoffproben, bestehend aus:
    • Würfelpresse 5000 kN u.a. zur Ermittlung von Betondruckfestigkeiten
    • Biegeprüfrahmen 300 kN u.a. zur Prüfung von Betonbalken, Stahlfaserbeton im 3- oder 4-Punkt-Versuch
    • Kombinierter Druck- und Biegeprüfrahmen (300kN, 10 kN) u.a. zur Prüfung der Druck- und Biegezugfestigkeit an Zement-, Mörtel- und Gipsproben sowie Leicht- und Porenbeton
    • Einrichtung zur Ermittlung des E-Moduls und der Spaltzugfestigkeit an Betonprüfkörpern
  • Wasserundurchlässigkeitsprüfer
  • Geräte für Frischbeton- und Frischmörtelprüfung (z.B. Ausbreitmaß, LP-Töpfe, Hägermann-Ausbreittisch)
  • Geräte für die Zementprüfung (z.B. Vicat, Le Chatelier, Blaine)
  • Zwangsmischer für Beton und Mörtelmischer
  • Siebturm
  • Einrichtungen für die Probenlagerung:
    • Feuchtlagerungskammer u.a. für Mörtelprismen
    • Temperaturregulierte Wasserlagerung für Mörtelprismen und Betonprobekörper
    • Trockenschrank u.a. für kleinformatige Prüfkörper und sonstiges Prüfgut
    • Klimaschrank mit CO2-Regelung u.a. für Karbonisierungsprüfungen an zementösen Baustoffproben
  • Ultraschallgerät zur Ermittlung des dynamischen E-Moduls
  • RCM-Prüfeinrichtung (Rapid Chloride Migration): Ermittlung von Chloridmigrationskoeffizienten an Betonbohrkernen
  • Potentiostaten: Durchführung von elektrochemischen (Korrosions-)Untersuchungen
  • Potentialfeldmessung: Zerstörungsarme Lokalisierung von Bereichen mit erhöhter der Korrosionswahrscheinlichkeit der Bewehrung an Stahlbetonbauteilen
  • Elektrischer Betonwiderstand: Zerstörungsfrei am Bauteil oder an Bohrkernproben im Labor
  • Bewehrungsortung: Zerstörungsfreie Ermittlung der Bewehrungslage und Betondeckung, zerstörungsarme Ermittlung der Bewehrungsdurchmesser
  • (Bau-)Radar: Zerstörungsfreien Detektion von Bewehrung oder sonstigen Einbauteilen oder zur Ermittlung von Bauteilabmessungen an Stahlbetonbauteilen
  • Ultraschall, Impact-Echo: Zerstörungsfreie Ermittlung von Bauteilstärken, Lokalisierung von Hohllagen, etc. mittels Durchschallung oder Echo an Stahlbetonbauteilen
  • Metalle/Baustähle: Zerstörungsfreie Ermittlung von Bauteil- und Beschichtungsstärken an metallischen Bauteilen mittels akustischen Verfahren (Ultraschall)
  • Mikrowellen und kapazitive Verfahren: Zerstörungsfreie Ermittlung von Baustofffeuchtigkeiten an porösen mineralischen Baustoffen
  • Rückprallhämmer: Zerstörungsfreie und -arme Abschätzung der Betondruckfestigkeitem mittels R- und Q-Werten
  • Abreißprüfungen: Ermittlung von Haftzug- und Oberflächenzugfestigkeiten
  • Torrent-Permeabilitätsprüfer: Zerstörungsfreie Abschätzung der Gaspermeabilität von Beton
  • Bohrmehlentnahmegerät: u.a. für die anschließende Ermittlung von Chloridprofilen anhand von Betonproben
  • Bohrkerngerät: Für die Entnahme von Bohrkernen für diverse Untersuchungen
  • Rissmonitoring: Digitale oder analoge Überwachung von Rissbreitenänderungen. Ebenfalls Risslupen, -maßstäbe, etc. vorhanden.
  • Endoskop: u.a. zur Untersuchung von Hohlräumen und Bohrlöchern
  • Klimasensoren: u.a. Luft-/Bauteiltemperatur, rel. Luftfeuchtigkeit
  • Überwachungskonzept für Grout-Verbindungen am Beispiel der FINO3-Plattform
    • Projektsumme: 450.465 €
    • Förderer: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein
    • Fördernehmer: FuE GmbH
    • Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Kenji Reichling
    • Laufzeit: 01.02.2024 - 31.03.2027

2026

2025

2024

2022

2021

 

Die nachfolgend aufgeführten Abschlussarbeiten im Studiengang Bauingenieurwesen wurden durch Prof. Reichling (erst-)betreut.

2026

  • Sandra Zerkowska (B.Eng.): Einsatz eines Pilzmyzel zur Förderung der Rissheilung in zementgebundenen Baustoffen
  • Eduard Ribak (B.Eng.): VES-Widerstandstomographie: Geophysikalische Grundlagen und erste Anwendungen an Stahlbetonbauteilen

2025

  • Tilman Sievers (B.Eng.): Entwicklung von Geopolymerbetonen auf Basis von klebsandhaltigen Ausgangsstoffen 
    (Gewinner des Preises für herausragende Arbeiten des Fachbereichs Medien/Bauwesen 2025)
  • Finn Halkjaer (B.Eng.): Schließen von Rissen in Beton mittels Mikroorganismen
  • Victory Ehiosun Imasi (B.Eng.): Consolidation of North German Sand-Seawater Mixtures by Electrodeposition

2024

  • Annika Kemper (B.Eng.): Erfassung und Auswertung von bauwerksdiagnostischen Daten mit digitalen Methoden
  • Bjarne Tolkmit (B.Eng.): Beurteilung der kreislaufgerechten Erneuerung von Betriebsgebäuden am Beispiel der Straßenbaumeisterei Itzehoe
  • Nikola Weiser (B.Eng.): Entwicklung und Charakterisierung eines durch Mikroorganismen hergestellten Baustoffs mit verbesserten Eigenschaften
    (Gewinnerin des Preises für herausragende Arbeiten des Fachbereichs Medien/Bauwesen 2024)
  • Oke Jasper (B.Eng.): Entwicklung eines zementgebundenen Hanfbetons
  • Fredi Homi (B.Eng.): Entwicklung eines Infraleichtbetons mit möglichst hoher Druckfestigkeit

2023

  • Nele Günther (B.Eng.): Entwicklung einer Methodik zur Ermittlung des Chloridgehaltes an Bohrmehlproben und Erstellung eines Instandsetzungskonzepts für eine Brücke
  • Rouven Böckenholt (B.Eng.): Entwicklung eines Holzleichtbetons für Tragstrukturen
  • Florian Ganzenmüller (B.Eng.): Entwicklung eines ultrahochfesten Feinbetons mit geringer Dichte für die Anwendung in Textilbetonkonstruktionen

Adressen

  • Post und Paketanlieferung (Campus)
    HAW Kiel
    Fachbereich Medien - Bauwesen
    Labor für Baustoffe und Bauwerksdiagnostik
    Grenzstr. 3
    24149 Kiel