Schiffbauströmungslabor und Windkanal
Im Schiffbauströmungslabor werden Experimente zum Widerstand und zur Propulsion von Schiffen durchgeführt. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jörn Kröger wird das Labor nicht nur als praxisnahe Ausbildungsstätte für Studierende und Dokteranden, sondern auch für Forschungszwecke betrieben. Das Labor bietet auch Industrie- und Dienstleistungsunternehmen die Möglichkeit, experimentelle Untersuchungen im Rahmen von Drittmittelaufträgen und/oder öffentlich geförderten Forschungsvorhaben durchführen zu lassen.
Im Rahmen der studentischen Ausbildung werden die physikalischen Zusammenhänge für Strömungsanalysen anhand von Experimenten im Modellmaßstab erläutert. Mit Hilfe der praxisnahen Ausbildung wird das Fachwissen der Vorlesungen vertieft.
Mit der vorhandenen Laborausstattung ist ein attraktives Angebot zur Anlayse von aero- und hydrodynamische Fragestellungen vorhanden, welches für Forschungsaktivitäten und Technologietransfer genutzt werden kann.
Umlauftank mit Wellenerzeuger
Als Teil des Labors für Strömungsmechanik betreibt die HAW Kiel einen Umlauftank für Strömungsanalysen, der für den Schiffs- und Yachtbau konzipiert ist. Der 1965 eingerichtete Umlauftank dient in der Regel für Modellversuche zu Widerstand und Antrieb. Darüber hinaus ermöglicht ein integrierter Wellenerzeuger die Analyse von Offshore-Anwendungen, wie z.B. Wellenkraftwerke. Durch die Beheizung des Tanks auf bis zu 40 °C erweitert sich der Bereich der Reynolds-Zahlen, die bei Modellversuchen realisiert werden können.
Kavitationstunnel
Ein wesentlicher Bestandteil der Propellerkonstruktion ist die Analyse seines Kavitationsverhaltens. Ungünstige Kavitationseigenschaften können zu übermäßiger Erosion, Lärm, Vibrationen und Effizienzverlusten führen. Der Kavitationstunnel der HAW Kiel ermöglicht die Analyse von Propellern unter verschiedenen Betriebsbedingungen. Das Nachlaufgebiet des Schiffes wird durch Gitter und Siebe modelliert, die sich stromaufwärts des Propellers befinden.
Windkanal